Erzmagier Antonidas

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Image:IconNormal Allianz-Wappen.gif Antonidas
Erzmagier Antonidas
Titel: Erzmagier
Geschlecht: Männlich
Volk: Mensch
Zugehörigkeit: Kirin Tor, Allianz von Lordaeron
Beruf: Regent von Dalaran
Aufenthaltsort: Unbekannt
Status: Verstorben
Verwandt: Unbekannt

„Erzmagier Antonidas, Großmagus der Kirin Tor. Die großartige Stadt Dalaran steht wieder - ein Zeugnis der Beharrlichkeit und des Willen ihres größten Sohnes. Euer Opfer wird nicht vergebens gewesen sein, werter Freund. In Liebe und Ehre, Jaina Prachtmeer.“

– Dalaran: Inschrift der Statue für Erzmagier Antonidas


Der ehrwürdige Erzmagier Antonidas war der Großmagus, der Vorstand des Kirin Tor – des Rats der Zauberer, der über das magische Königreich Dalaran herrscht. Er war einer der mächtigsten Zauberer der Welt. Sein schlechter Gesundheitszustand erlaubte ihm nicht, sich längere Zeit aus seiner geliebten Stadt zu entfernen, doch seine Schülerin Jaina Prachtmeer fungiert als seine Augen und Ohren in der Welt. Antonidas freute sich auf den Tag, an dem er seine Macht und die Insignien seiner Herrschaft an Jaina weitergeben konnte, die, davon war er überzeugt, eine eindrucksvolle Erzmagierin abgeben würde. Leider wurde dieser Zeitpunkt durch die Übernahme von Dalaran durch Kel´Thuzad gestört: trotz des Einsatzes seiner Lehrtochter konnte Antonidas die Plage nicht verhindern und starb durch die Hand Arthas.

Die Geschichte Antonidas wurde in der Buchreihe "Der Erzmagier Antonidas" niedergeschrieben. Leider ist dieses Buch vegriffen und nur wenige bekommen es zu lesen.


Hier eine Kopie des Originaltextes:

"Der Erzmagier Antonidas - Teil I"

Antonidas war nicht mehr als ein kleiner Junge, als er als Lehrling bei einem der Kirin Tor anfing. Er war ein beharrlicher Schüler, der das Wissen der Bücher in den magischen Bibliotheken Dalarans in sich aufsog. Nach nur wenigen Jahren des Studiums innerhalb der Sekte war es ihm bereits gelungen, seine Altersgenossen hinter sich zu lassen und sich sowohl ihre Bewunderung als auch den Respekt der über ihm stehenden zu verdienen.

Khadgar

Im Alter von 12 Jahren erhielt er für seine These "Die Verzweigungen des optimierten rückwärtsgerichteten Zeitreisenphänomens in der quantifizierbaren magischen Praxis" die Kirin Tor Schärpe des Obersten Scharfsinns und war damit der jüngste Lehrling, der jemals diese Auszeichnung erhalten hat. Kurz darauf bot ihm das Regierungskonzil eine offizielle Anstellung bei der Kirin Tor Sekte der Hochentwickelten Forschung und Erleuchtung an, was ihn damit auch hier zum Jüngsten machte, der jemals eine solche offizielle Einladung erhalten hatte.

Als der Magier älter wurde, erlernte er weiterhin neue Fähigkeiten und verbesserte diese. Sein natürliches Talent für Abwehrzauber und seine für sein Alter ungewöhnliche Weisheit machten Antonidas zu einem idealen Kandidaten für den Rat der Sechs, in den er schließlich auch aufgenommen wurde. Antonidas erwies sich nicht nur als weise und redlich, sondern auch als äußerst zielstrebig, um sein Wissen mehr und mehr zu erweitern. Es dauerte nicht lange bis er zu den einflussreichsten Köpfen Dalarans gehörte.

Vor dem zweite Krieg kamen die Anführer aller Nationen Azeroths in Lordaeronzusammen, um die Bedrohung durch die Orcinvasion zu erörtern. Erzmagier Antonidas nahm im Namen des Rats der Sechs an der Versammlung teil und schwor der Allianz im Namen Dalarans die Treue. Er beobachtete auch den Fortschritt des jungen, aber äußerst talentierten Magiers Khadgar, der während des ersten Krieges Medivhs Lehrling gewesen war. Nach dem zweiten Krieg beförderte Antonidas, Khadgar zum Erzmagier und setzte ihn in eine führende Position bei der Mission, das Dunkle Portal zu betreten und Draenor zu erkunden.

Nach dem zweiten Krieg untersuche Antonidas die Lethargie der Orcs. Der Erzmagier veröffentlichte verschiedene Thesen zu seinen Nachforschungen:

"Die Ursache des Krieges: Eine umfassende Studie über die Trägheit der Orcs" "Die Gegensätze in Tradition, Soziologie und Psychologie der Orcs vor und nach dem zweiten Krieg" "Empirische Studie zum Erscheinungsbild und der Geschichte geläufiger Praktiken in teuflischer Magie und ihr Bezug zum Volk der Orcs" Die Übereinstimmungen vieler dieser Berichte sind nicht eindeutig. Antonidas selbst sagte gelegentlich, dass es ein fast unmögliches Unterfangen sei, ein Heilmittel für die Schwäche der Orcs zu finden. Er schlussfolgerte, dass für die Orcs der einzige Weg hin zu einer gesunden Lebensweise ein spiritueller Weg sein würde.

"Der Erzmagier Antonidas - Teil II"

Nach dem Zweiten Krieg wurde auf Grund der überfüllten Internierungslager und der für diese Zwecke erhöhten Steuern die Geduld innerhalb der gefährdeten Allianz mehr und mehr überstrapaziert. Ohne gemeinsamen Gegner gab es keinen Grund mehr, die Politik und kleinlichen Streitereien ruhen zu lassen, die vor der Orcinvasion Draenors während des erster Krieg bei den azerothischen Nationen an der Tagesordnung waren. Darüber hinaus ist im Norden eine Seuche aufgetreten. Antonidas hatte sich dieser Sache angenommen und in Nachforschungen herausgefunden, dass Kel'Thuzad, ein Mitglied der Kirin Tor, sich mit der Nekromantie beschäftigt hat. Antonidas glaubte, dass die Seuche im Norden magischen Ursprungs ist. Von dem Erzmagier angeführt, schlugen die Herrscher Dalarans vor, die betroffenen Gegenden unter Quarantäne zu stellen.

Aus Angst vor den Gegenreaktionen, die sicher folgen würden, beschloss König Terenas Menethil, ihre Appelle zu ignorieren. In dieser Situation erschien der Prophet dem inzwischen bejahrten Erzmagier. Er warnte vor der Seuche und offenbarte Antonidas, dass Azeroth verloren sei. Der einzige Weg, sein Volk zu retten, so sagte der Prophet, sei, sich in den Westen, zum Kontinent Kalimdor, aufzumachen.

Aber Antonidas war nun in den Siebzigern. Er war weise, wurde jedoch zunehmend vorsichtig und stur. Obwohl seine Schülerin, Lady Jaina Prachtmeer, die große Macht des Propheten ahnte und riet, seinen Worten Beachtung zu schenken, ignorierte Antonidas die Aussagen des Propheten und tat sie als das Geschwätz eines Verrückten ab.

Jaina Prachtmeer

Der Erzmagier beschloss stattdessen, seine Bemühungen zur Untersuchung der Seuche im Norden aus seiner sicheren Stadt heraus fortzusetzen. Siehe das "Tagebuch des Erzmagiers Antonidas" zu seinen Nachforschungen über die Seuche. Schließlich schickte er Jaina los, um die Angelegenheit zu untersuchen. Sie sollte von Prinz Arthas Menethil begleitet werden.


"Der Erzmagier Antonidas - Teil III"

Während Erzmagier Antonidas nach Wegen suchte, um die Seuche aufzuhalten, verfiel Arthas dem Wahnsinn, zerstörte Stratholme und reiste nach Nordend, um Schreckenslord Mal'Ganis zu jagen. Bevor der alternde Erzmagier ein Heilmittel finden konnte, marschierte Arthas in Begleitung des Lichs Kel'Thuzad und einer untoten Armee gen Süden durch Tirisfal und Lordaeron. Wo auch immer er vorbeizog, hinterließ er eine Spur der Verwüstung und nährte die Kriegsmaschinerie mit den Gefallenen.

Schon bald standen sie vor Antonidas' Tür, mit dem Ziel, Dalaran zu zerstören und das Buch des Medivh zu rauben, mit dem sie vorhatten, den Dämonen Archimonde zu beschwören. Antonidas stand vor Arthas und seinen untoten Streitern und weigerte sich, das Buch oder die Stadt zu übergeben. Durch den Einsatz seiner unübertroffenen Fähigkeiten der Verteidigungsmagie, war es Antonidas möglich, ein magisches Feld aufzubauen, dass jeden Untoten vernichten würde, der es berührte (eine frühere Version der heute genutzten Verteidigungsfelder).

Unglücklicherweise war das nicht genug und Arthas fand einen Weg, um die Verzauberung aufzuheben. Er marschierte direkt in Dalaran ein und ermordete Antonidas kaltblütig. Kel'Thuzad und Arthas betraten die Violette Zitadelle, entwendeten das Buch von Medivh und beschworen Archimonde. Als die untote Armee die Stadt verließ, um neue Eroberungsziele zu finden, zerstörte Archimonde ihre Bauwerke und brachte dadurch ihre magischen Türme zum Einstürzen. Antonidas' Dalaran, von nun an ohne Führung und in Trümmern, existierte nicht mehr.
Gedenkstatue Antonidas in Dalaran


Antonidas kannte nur eine Heimat, bei deren Verteidigung er sein Leben lies. Das Vermächtnis jedoch strahlt weiterhin in dem wiedererichteten Dalaran als Beispiel für all jene, die weiterleben.

"Gib mir die Stärke, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden." - Antonidas Silbermünze





Quellen: Forscherliga

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